Cus­to­mer Acqui­si­ti­on Cost (CAC)

Wäh­rend vie­le im App Mar­ke­ting nur über Down­loads spre­chen, schau­en Pro­fis auf den CAC. Die­se Kenn­zahl ver­rät dir unge­schönt, wie viel Geld du wirk­lich inves­tie­ren musst, um einen zah­len­den Kun­den oder einen akti­ven Nut­zer zu gewin­nen.

Defi­ni­ti­on

Der CAC (Cus­to­mer Acqui­si­ti­on Cost), zu Deutsch Kun­den­ak­qui­si­ti­ons­kos­ten, ist eine Kenn­zahl, die die durch­schnitt­li­chen Kos­ten für die Gewin­nung eines neu­en Kun­den beschreibt. Im App Mar­ke­ting umfasst der CAC alle Aus­ga­ben für die User Acqui­si­ti­on (UA) – also Wer­be­bud­get, krea­ti­ve Erstel­lung und Agen­tur­leis­tun­gen –, die not­wen­dig sind, um einen Nut­zer zu einer ganz bestimm­ten Hand­lung (z. B. Kauf oder Abo-Abschluss) zu bewe­gen.

Bedeu­tung des CAC im App Mar­ke­ting

Ein nied­ri­ger CPI (Cost per Install) ist schön, aber ein gesun­der CAC ist lebens­not­wen­dig. Wenn du 1,00 € für einen Down­load zahlst, aber 100 Nut­zer brauchst, damit einer ein Abo abschließt, liegt dein CAC bei 100,00 €. Der CAC ist die Kenn­zahl, die du direkt mit dem LTV (Life­time Value) ver­gleichst, um zu wis­sen, ob dein App-Busi­ness pro­fi­ta­bel ska­lie­ren kann.

For­mel

So berech­nest du die Kos­ten für dei­ne Neu­kun­den­ge­win­nung:

$$ \text{CAC} = \frac{\text{Gesamtkosten der User Acqui­si­ti­on (UA)}}{\text{Anzahl der gewon­ne­nen Neu­kun­den}} $$


Bei­spiel:
Gibst du in einem Monat 5.000 € für Wer­be­kam­pa­gnen aus und gewinnst dadurch 50 zah­len­de Abon­nen­ten, beträgt dein CAC 100,00 €.

Der fei­ne Unter­schied: CAC vs. CPI

Oft wer­den die­se Begrif­fe ver­wech­selt, dabei mar­kie­ren sie unter­schied­li­che Stu­fen dei­nes Fun­nels:

  • CPI (Cost per Install): Was kos­tet es, jeman­den dazu zu brin­gen, die App auf sein Han­dy zu laden? (Fokus: Quan­ti­tät)
  • CAC (Cus­to­mer Acqui­si­ti­on Cost): Was kos­tet es, jeman­den zum Kun­den zu machen? (Fokus: Qua­li­tät & Umsatz)

3 Tipps, um dei­nen CAC im App Mar­ke­ting zu sen­ken

  1. Tar­ge­ting ver­fei­nern:
    Sprich gezielt Nut­zer an, die ein ähn­li­ches Pro­fil wie dei­ne bestehen­den “High-Value-User” haben. Das redu­ziert Streu­ver­lus­te mas­siv.
  2. Con­ver­si­on Rate Opti­mie­rung (CRO):
    Je bes­ser dein App Store Auf­tritt und dein In-App Onboar­ding funk­tio­nie­ren, des­to mehr Nut­zer wer­den zu Kun­den – das senkt auto­ma­tisch dei­nen CAC.
  3. Orga­ni­schen Traf­fic nut­zen:
    Durch App Store Opti­miza­ti­on (ASO) gewinnst du kos­ten­lo­se Nut­zer. Die­se “Null-Euro-Akqui­si­tio­nen” drü­cken dei­nen durch­schnitt­li­chen CAC über das gesam­te Port­fo­lio hin­weg.

FAQ: Häu­fig gestell­te Fra­gen zum CAC

Was ist ein “guter” CAC für mei­ne App?

Ein CAC ist dann gut, wenn er deut­lich unter dei­nem LTV (Life­time Value) liegt. Als Faust­re­gel im App Mar­ke­ting gilt oft ein Ver­hält­nis von 1:3 (LTV soll­te drei­mal so hoch sein wie der CAC).

Wel­che Kos­ten müs­sen in den CAC ein­flie­ßen?

Für eine ehr­li­che Rech­nung gehö­ren nicht nur die rei­nen Ad-Spends dazu, son­dern auch die Kos­ten für Tools (MMPs), die Erstel­lung der Crea­ti­ves und die Betreu­ung der Kam­pa­gnen durch Exper­ten.

War­um steigt mein CAC bei höhe­ren Bud­gets?

Das nennt man “Dimi­nis­hing Returns”. Je mehr Bud­get du aus­gibst, des­to schnel­ler erschöpfst du dei­ne Kern­ziel­grup­pe und musst teu­rer um Nut­zer kon­kur­rie­ren, die schwe­rer zu über­zeu­gen sind.

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