Cost per Install (CPI)
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Definition
Der Cost per Install (CPI) ist eine zentrale Kennzahl (KPI) im Mobile Marketing. Er gibt die durchschnittlichen Kosten an, die anfallen, um einen neuen Nutzer zur Installation einer mobilen App zu bewegen. Im Gegensatz zu Impressionen (CPM) oder Klicks (CPC) wird hier erst gezahlt bzw. gemessen, wenn die App tatsächlich auf dem Endgerät landet.
Strategische Bedeutung
Der CPI ist der “Goldstandard” für User Acquisition (UA) Kampagnen. Er korreliert direkt mit der Profitabilität:
| Store | Bedeutung |
|---|---|
| App Store (iOS) | Da iOS-Nutzer statistisch eine höhere Kaufkraft haben, ist der CPI hier meist deutlich höher. |
| Google Play (Android) | Aufgrund der höheren Marktanteile und globalen Verbreitung ist der CPI oft niedriger, allerdings bei tendenziell geringerem Umsatz pro Kopf. |
Die Berechnung
Um den CPI zu ermitteln, werden die gesamten Werbeausgaben eines definierten Zeitraums durch die Anzahl der daraus resultierenden Installationen geteilt.
Formel
$$ \text{CPI} = \frac{\text{Gesamte Werbeausgaben}}{\text{Anzahl der Installationen}} $$
Praxis-Beispiel: CPI Kalkulation
Angenommen, Sie bewerben eine Fitness-App über Apple Search Ads (ASA):
• Generierte Installationen: 800
Die mathematische Herleitung:
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Vergleichswerte & Benchmarks (Stand 2025/2026)
Die Kosten variieren massiv nach Region, Plattform und Kategorie. Hier eine Übersicht der aktuellen Markttendenzen:
| Kategorie / Plattform | Durchschnittlicher CPI (Global) | Tendenx |
|---|---|---|
| iOS (Apple App Store) | 3,50 € – 5,50 € | ↗️ steigend |
| Android (Google Play) | 1,20 € – 2,50 € | ➡️ stabil |
| Gaming (Hardcore/RPG) | 10,00 € – 25,00 € | ↗️ hochpreisig |
| Utilities / Tools | 0,50 € – 1,50 € | ↘️ günstig |
Wichtig: Ein “guter” CPI ist immer relativ zum Lifetime Value (LTV). Solange der LTV (der Umsatz, den ein Nutzer über seine gesamte Nutzungsdauer generiert) höher ist als der CPI, ist die Kampagne profitabel (LTV > CPI).
Einflussfaktoren auf den CPI
Wenn Sie Ihren CPI senken möchten, müssen Sie an diesen Stellschrauben drehen:
- App Store Optimization (ASO): Ein optimierter Store-Eintrag (Screenshots, Titel) erhöht die Conversion-Rate. Je mehr Klicker auch wirklich installieren, desto geringer der CPI.
- Targeting: Eine zu spitze Zielgruppe treibt die Preise hoch; eine zu breite Zielgruppe führt zu Streuverlusten.
- Creative Performance: Ansprechende Video-Ads führen zu höheren Klickraten (CTR) und werden von Algorithmen (z. B. Meta oder Google Ads) mit günstigeren Preisen belohnt.
- Saisonalität: Während Events wie dem “Black Friday” oder “Weihnachten” steigen die CPIs aufgrund des hohen Wettbewerbs drastisch an.
Abgrenzung zu anderen Modellen
CPA (Cost per Action): Hier wird erst gezahlt, wenn eine Handlung nach der Installation erfolgt (z. B. ein Abo-Abschluss). Der CPA ist immer höher als der CPI.
eCPI (effective CPI): Berücksichtigt auch organische Installs, die durch bezahlte Kampagnen “mitgerissen” werden (K‑Faktor).