Return on Ad Spend (ROAS)
Wenn du wissen willst, ob sich jeder investierte Euro in deine App-Werbung wirklich auszahlt, ist der ROAS deine wichtigste Kennzahl. Er ist das Barometer für den finanziellen Erfolg deiner Kampagnen auf Plattformen wie Apple Search Ads, Meta oder Google App Campaigns.
Definition
Der ROAS (Return on Ad Spend), auf Deutsch auch Anzeigenausgaben-Rentabilität genannt, misst das Verhältnis zwischen dem generierten Umsatz und den eingesetzten Werbekosten. Er gibt an, wie viele Euro Umsatz du für jeden investierten Werbe-Euro zurückerhältst. Ein ROAS von 400 % (oder 4:1) bedeutet beispielsweise, dass du für jeden ausgegebenen Euro 4 Euro Umsatz generiert hast.
Bedeutung des ROAS im App Marketing
Im App Marketing schauen wir oft nicht nur auf den CPI (Cost per Install). Ein günstiger Download bringt dir nichts, wenn der Nutzer kein Geld ausgibt. Der ROAS verknüpft die Marketingkosten direkt mit dem Nutzerverhalten in der App (In-App-Käufe oder Abos). Er ist die Grundlage für das sogenannte Performance-Scaling: Nur wenn der ROAS über deinem „Break-Even“-Punkt liegt, kannst du dein Budget guten Gewissens erhöhen.
Formel
So berechnest du die Rentabilität deiner App-Kampagnen:
Beispiel:
Wenn du 1.000 € in Apple Search Ads investierst und die Nutzer, die über diese Anzeigen gekommen sind, Abonnements im Wert von 5.000 € abschließen, liegt dein ROAS bei 500 % (oder 5,0).
ROAS vs. ROI: Wo liegt der Unterschied?
Oft werden diese Begriffe verwechselt. Der ROAS betrachtet rein die Werbekosten (Ad Spend). Der ROI (Return on Investment) hingegen zieht alle Kosten ab – also auch Entwicklungskosten, Servergebühren und Personalkosten für deine App. Der ROAS ist somit eine reine Marketing-Kennzahl, während der ROI eine betriebswirtschaftliche Gesamtbetrachtung ist.
3 Tipps zur Steigerung deines App-ROAS
- tROAS-Gebote nutzen:
Plattformen wie Google Ads erlauben es dir, auf einen Ziel-ROAS zu bieten. Der Algorithmus sucht dann gezielt nach Nutzern, die statistisch gesehen eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit haben. - Kohorten-Analyse (D7/D30):
Im App Marketing wird Umsatz oft erst zeitverzögert generiert. Schau dir den ROAS nach 7 oder 30 Tagen an, um den wahren Wert einer Kampagne zu verstehen - High-Value-User finden:
Nutze Daten deines MMPs (z. B. AppsFlyer), um herauszufinden, welche Werbequellen die „Wale“ (Nutzer mit sehr hohen Ausgaben) liefern, statt nur auf Masse zu setzen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum ROAS
Was ist ein guter ROAS für mobile Apps?
Das hängt von deiner Gewinnmarge ab. Wenn deine Marge hoch ist, kann ein ROAS von 200 % profitabel sein. Viele Apps streben langfristig einen ROAS von 300 % bis 500 % an, um profitabel zu wachsen.
Berücksichtigt der ROAS die App-Store-Gebühren?
In der Standard-Rechnung meistens nicht. Du solltest jedoch im Hinterkopf behalten, dass Apple und Google 15–30 % Provision einbehalten. Dein “Netto-ROAS” sollte also hoch genug sein, um diese Gebühren zu decken.
Warum ist mein ROAS bei Apple Search Ads oft höher?
Nutzer, die bereits im App Store suchen, haben eine extrem hohe Absicht („Intent“), eine Lösung zu finden. Daher konvertieren diese Klicks oft schneller in Umsatz als „kalte“ Kontakte auf Social Media.
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